Der Unterschied zwischen Blogger und „Normalos“ und das Unverständnis

Zuerst einmal, damit hier keine Missverständnisse aufkommen, ich liebe das bloggen. Ich bin so vernarrt und begeistert von neuen Trends in Sachen Mode und Beauty, dass ich schon auch mal die Zeit vergesse . Manchmal trifft das auch auf Unverständnis meines Freundeskreises. Wenn ich mal wieder stundenlang auf irgendwelchen Online-Katalogseiten stöbere, um ein ganz bestimmtes „Teil“ zu finden oder mich ewig beim Douglas oder Müller aufhalte, um neue Produkte zu testen. Noch lustiger wird es, wenn ich bei einem gemütlichen Kaffee mit einem Freund/einer Freundin den Kleidungsstil der vorbei laufenden Menschen beurteilt und darüber fachsimpelt, von woher die Klamotten stammen könnten oder eventuell einem Designer ähneln. Okay, nicht jeder ist so an Mode interessiert, aber manchmal merkt man den Unterschied zwischen „Normalos“ und Blogger doch sehr krass. Ihr denkt so ist das nicht! Oh doch und ich kann da gleich mal so ein paar kleine Beispiele nennen:

Du bist mit Freuden unterwegs und siehst einen idealen Platz um Fotos zu machen, d. h. du fotografierst diesen Platz aus verschiedenen Winkeln, um zu sehen wie dieser am besten in Szene gesetzt werden kann. Dafür erntest du immer komische Blicke und manch einer kann sich auch einen Spruch nicht verdrücken.

Wenn du unterwegs – mit einmal – urplötzlich eine Bank, Mauer oder Co. entdeckst, die sauber machst, vielleicht sogar noch den Boden mit einem Stock oder so säuberst, nur damit ein Selfie oder ein „Details“-Foto perfekt wird für ein #fwis (from where I stand) oder mit dem Spruch kommst: „Kannst du mal ein Foto von mir machen, hier ist gerade alles so mega“!.

Wenn du irgendwo beim Essen bist und erst mal vor dem Essen anfängst die Teller, Tassen, Besteck und die Tischdeko zu arrangieren für ein perfektes Foto.

Du mal wieder mit dem Handy vor dem Gesicht durch die Stadt oder ein Geschäft läufst und dabei redest. Fast jeder denkt da, die ist in sich selbst verliebt oder so was in der Richtung. Manch einer mag auch denken – die hat sie nicht mehr alle – und dreht sich sogar weg. Aber nein, so ist das eben für Snapchat und Instastory.

Du einfach keine Zeit hast und deinen Freunden das auch so sagen musst, weil du an deinem Blog arbeitest. Neben Schule und Co. bleibt oftmals nicht mehr viel Zeit und manche Einträge müssen zu einem bestimmten Zeitpunkt online gehen.

Du lernst jemanden kennen und der interessiert sich für deinen Blog. Da fällt es dir schwer nicht stundenlang von dieser Arbeit zu erzählen, bis ins kleinste Detail. Ruckzuck vertiefst du dich dann in die Vorgehensweisen und redest nur noch Bloggerdeutsch wie SEO, Hashtag, Affiliate Links und Kennzeichnung von Werbung #ad. Viele sind belustigt, wenn du erzählst, dass man damit auch Geld verdienen kann.

Wenn du mal wieder irgendwo warten musst und du anfängst ein Paar Fotos zu bearbeiten, bis ins Detail, um dann zu schauen welches mit das Beste ist in Sachen Beleuchtung, Hintergrund, Schärfe und Ausdruck um es zu speichern, nur um es dann erst mal in einer anderen App zu öffnen ob es so auch optimal in dein Instagram-Feed passt.

Du unterwegs bist um Bilder für den Blog zu machen und dir es immer wieder so vorkommt, als hätten die Menschen noch nie einen Fotoapparat gesehen. Noch lustiger ist dann die Frage „Was machen Sie denn da?“ Fotos, what else?

Gut es gibt schon Blogger-Klischees über die ich auch schon mal lachen muss und es mag sein, dass vielen Menschen das einfach urkomisch vorkommt, wenn man verzweifelt nach der richtigen Position sucht, um mal wieder ein optimales Fotoergebnis hinzu bekommen. Aber wir Blogger/Influencer sind heute nun mal ein wichtiger Bestandteil der Werbeindustrie und wie ich finde, auch kaum mehr wegzudenken.

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