About me: Schulzeit und Mobbing

Da bin ich wieder! So die schriftlichen Abipr├╝fungen sind vorbei und ich hab jetzt erstmal drei Wochen Verschnaufpause ­čśŐ Viel Zeit um sinnvolles zu tun! So war heute gleich ein Shooting, die Bilder hierzu gibt es sp├Ąter noch zu sehen.

Aber zuerst geht es jetzt einmal um ein ernsteres Thema, welches mich vor fast genau vier Jahren besch├Ąftigt hat und mich bis heute sehr stark gepr├Ągt hat. Mobbing!

Ein Teil unserer Klasse hat sich gestern noch nach der letzten Pr├╝fung bei mir zum feiern getroffen. Es war so ein lustiger, ausgelassener und gleichzeitig harmonischer Nachmittag – Abend – Nacht ­čÖł. Ich f├╝hlte mich so wohl wie schon lange nicht mehr, einfach angekommen. Noch nie in meiner ganzen Schulzeit, hatte ich so eine Klasse! Ich werde einige davon echt vermissen. Umso sch├Âner, wenn auch ein wenig traurig, war es zu h├Âren, dass sie auch mich vermissen werden. Es war ein mega Jahr, Danke Leute!

Egal ob in der Grundschule, ich hatte da einen Gastschulzugang, noch in der Realschule, auch da war ich in einem anderen Landkreis zur Schule als ich wohnte, hatte ich von Anfang an Freunde die ich bereits kannte in meiner Klasse. Sondern ich war immer die Fremde, die man erst mal kennen lernen mu├čte und auch stets mit die J├╝ngste. Zudem wurden wir in der Realschule alle zwei Jahre in neue Klassen aufgeteilt, was f├╝r das Freundschaften finden und festigen eher hinderlich war. In der neunten hatte ich dadurch dann auch Probleme und wurde immer mehr zu einer Randperson! Wir hatten in dieser Klasse sehr viele Gymnasialabg├Ąnger und Wiederholer, alle ├Ąlter somit. Anf├Ąnglich lief es eigentlich ganz gut, aber durch einen fatalen Fehler von mir und einer darauf folgenden Kettenreaktion, konnte ich nicht einmal das Schuljahr beenden. Das Mobbing hatte so starke Ausma├če angenommen, dass sogar die Schulleitung mir abrat an einer Klassenreise teilzunehmen und hat mich f├╝r die restlichen Schultage beurlaubt.

Mal von den ├╝blichen Attacken wie l├Ąstern, mit Schimpfw├Ârtern betiteln, ignorieren und Co., wurde ich in der Umkleide vor dem Sportunterricht fotografiert und die Fotos wurden dann weiter gereicht, an meinem Motorrad wurde die Bremse und Kupplung manipuliert, meinen Eltern wurden Emails mit wirklich zweifelhaften Inhalt geschickt, mir wurde mehrfach Pr├╝gel angedroht, ich wurde von einer Mitsch├╝lerin bespuckt und mir wurde nahegelegt ich solle mich umbringen, da es das Beste w├Ąre f├╝r alle. Die Klassenfahrt sollte f├╝r mich ein blutiges Ende nehmen! Ich hatte einfach nur noch Angst!

Am letzten Schultag kam es dann in der Klasse zur Aussprache. Nach R├╝cksprache mit der Schulleitung und meinen Eltern wurden weder Schulverweise ausgesprochen, noch gab es rechtliche Konsequenzen f├╝r meine Mitsch├╝ler. Drei h├Ątten eigentlich gehen m├╝ssen und eine Mitsch├╝lerin h├Ątte ich sogar strafrechtlich belangen k├Ânnen. Aber ich wollte das alles nicht!

Ich habe auch das zehnte Schuljahr in dieser Klasse beendet, wenn auch in fast v├Âlliger Isolation, denn ich wollte keinerlei Kontakt mehr zu diesen Personen. Aber f├╝r mich war es zu keiner Zeit eine Option die Klasse oder die Schule zu wechseln.

Was mich bis heute noch verwundert, keiner meiner Mitsch├╝ler hat jemals mich nach den Geschehnissen befragt, sondern nur einer Person geglaubt, die wie ich einige Monate sp├Ąter per Email erfahren habe, das ganze sogar schon im Vorfeld akribisch geplant hatte und meine damalige kindliche Naivit├Ąt ausgenutzt hat. Eine andere Person die damals Respekt von mir verlangt hat, hat bis heute nicht einmal eine abgeschlossene Berufsausbildung und ist bereits schwanger, Respekt! Das Mobbing ├╝brigens ging nur von weiblichen Mitsch├╝lern aus.

Wie habe ich mich dadurch ver├Ąndert?

Ich wurde fast ├╝ber Nacht erwachsen. Habe einen Kampfsport erlernt. Ich brauche lange, bis ich einem Menschen v├Âllig vertraue. Menschen die meinen sie m├╝ssen mich verarschen, werden von mir schnellstens gemieden. Auf S├Ątze wie: “Das habe ich geh├Ârt!” reagiere ich eher gereizt. Ich urteile nicht ├╝ber Menschen oder Konflikte, die ich nicht selbst kennen gelernt habe oder ich alle Beteiligte befragt habe um deren Beweggr├╝nde zu verstehen. Manchmal ist schweigen einfach besser als reden, was bei mir leider zu oft als Schw├Ąche oder Arroganz ausgelegt wird.

Was damals noch ein Fehler war, ist heute ein Teil von mir, das Posen vor der Kamera und ich verdiene mit modeln inzwischen Geld.

“Das Leben hat viele Kapitel. Ein schlechtes Kapitel bedeutet nicht, dass das Buch zu Ende ist. Hab Geduld!” – Sayid

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